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Ortsbeschreibung
Franzensbad (Frantiskovy Lazne) ist das kleinste und beschaulichste Kurbad im westböhmischen Bäderdreieck, nahe der deutschen Grenze. Der charmante kleine Kurort liegt windgeschützt am Rande des Erz- und Fichtelgebirges. Die großen Parkanlagen und die ausgedehnten, umliegenden Wälder, bewirken ein mildes und gesundheitsförderndes Klima. Das Egerland ist weitgehend gleich mit dem Eger-Franzensbader Becken, einem flachhügeligen Hochplateau, welches ca. 450 m über dem Meeresspiegel liegt und vom Fichtelgebirge (Smrciny) im Südwesten, Westen und Norden, vom Erzgebirge (Krusne hory) im Nordosten und Osten, vom Kaiserwald (Slavkovsky les) im Südosten und vom Böhmerwald (Cesky les) im Süden umschlossen ist. Der Egerfluss aus dem bayrischen Fichtelgebirge kommend, teilt das Becken in zwei nahezu gleiche Teile.

Gegründet wurde der idyllische Kurort 1793 unter dem Namen Kaiser Franzensdorf, der 1807 in Franzensbad geändert wurde. Das Heilbad wird auch die „Grüne Perle“ des Egergebietes genannt. Kenntnis von der Heilkraft der heutigen Franzensquelle hatte man spätestens seit Anfang des 15.  Jahrhunderts. Bekannt als „Egerwasser“ oder „Egerer Sauerbrunn“, gehörte sie damals noch zur 7 km entfernten Stadt Eger und diente der Bevölkerung und den Kurgästen vorerst als Heil- und Genussmittel.

Damals schöpften Frauen aus Eger das Heilwasser direkt aus der Quelle und trugen es in die Stadt, wo sie es verkauften. Im Jahr 1791 ließ der Arzt Bernhard Adler zum Schutz der Quelle einen hölzernen Pavillon über der Quelle errichten und das Wasser wurde in ein separates Becken geleitet. Die Wasserfrauen aus Eger fürchteten um ihre Einnahmen und so rissen sie, bewaffnet mit Pfannen, Kochlöffeln und Schürhaken, den Pavillon nieder. Bernhard Adler wandte sich an den Kaiser und bat um Gegenmaßnahmen. Somit wurde 1794 nicht nur ein neuer Pavillon gebaut, sondern auch ein Kurhaus und andere Gebäude. Als Symbol der Kurstadt gilt die Statue des Franzel oder Franzl (Frantisek), welche in den Kuranlagen aufgestellt ist. Die Originalstatue von 1923 befindet sich im städtischen Museum. Die einmaligen Kuranwendungen zog  Besuche von Herrschern, berühmten Schriftstellern und Komponisten sowie Dichtern und anderer großer Persönlichkeiten nach sich. Noch heute beeindrucken die einfühlsam sanierten Bauten – architektonisch geprägt vom Empire und Neostile des 19. Jahrhunderts, Jugendstil und Klassizismuss. Dank dieser Architektur gehört heute Franzensbad zu einem der malerischsten böhmischen Kurbäder. 

Die großen Parkanlagen und der Baustil der letzten zwei Jahrhunderte prägen den Kurort als „Grüne Oase mit Ruhe und Tradition“. Die gepflegten Grünanlagen bieten die Möglichkeit zu ausgedehnten Spaziergängen und beim Promenieren zwischen den prachtvollen Häusern aus der Zeit der Jahrhundertwende, kann man Anmut und Ambiente einer vergangenen Epoche spüren. Eine freundliche, ja fast heimische Atmosphäre erfüllt alle Kurhotels und Häuser. Und gerade der Akzent aus einer konsequenten Verbindung der hiesigen unersetzlichen Naturquellen, mit einem gemütlichen Aufenthalt, liebevoller Betreuung, fundierte Fachkenntnisse erfahrener Kurfachärzte und der Einsatz modernster Heilmethoden sind der Hauptgrund der unglaublichen Ergebnisse der Kuraufenthalte. 

Zu den ortsgebundenen Naturheilmitteln zählen das milde Reizklima, das einmalige, schwefel- und eisenhaltige Mineralmoor, eine Heilgasquelle und 21 hochwertige, kohlensäurehaltige, stark alkalische Mineralquellen, darunter die stärkste Glaubersalzquelle der Welt. Schon zu Zeiten der Monarchie war Franzensbad als das „erste Moorbad der Welt“ bekannt. Die Nutzung der Naturheilquellen macht Franzensbad einmalig und unersetzlich. Das Bad hat für Ihre Gesundheit mit der Natur ein Bündnis geschlossen. Die Naturheilmittel werden in ihrer Urform für die Heilung genutzt. Das berühmte Franzensbader Moor entwickelte sich aus Schilfrohr, das Ende der letzten Eiszeit im Eger-Becken reichlich wuchs. Der mit den Mineralien gesättigte Boden, gespeist von ausfließenden Heilquellen, vermengte sich mit dem Schilfrohr und so entstand dieses wertvolle Naturprodukt, welches heute für viele Anwendungen genutzt wird. Auch heute noch bildet sich Moor an den Stellen, deren Gewässer und Pflanzenbestand durch die menschliche Hand nicht berührt wurde. Moorpackungen sind eine traditionelle Heilmethode mit thermischen, chemischen und mechanischen Wirkungen. Der Organismus reagiert darauf sehr sensibel und passt sich schrittweise an. Die wohltuenden Veränderungen behalten für eine gewisse Zeit, auch nach Rückkehr von der Kur, ihre Wirkung. Außerdem ist Franzensbad für die saubere Luft, mit erfrischenden grünen Parkanlagen und Wäldern bekannt. 

Franzensbad bietet ein unterhaltsames und vielseitiges Kulturprogramm, von traditionellen und bekannten Kurkonzerten im oberen Kurpark über Gastspiele und Konzerte im Theater,  welches nach der bekannten Schriftstellerin des 19. Jahrhunderts, Bozena Nemcova, benannt wurde. Auch in einzelnen Kurhäusern finden Konzerte und Veranstaltungen statt. In der Kurzone laden gemütliche Cafés zum Verweilen ein und viele kleine Geschäfte heißen Sie zum Bummeln und Einkaufen willkommen. Im  Kurort befindet sich außerdem eine städtische Bibliothek, welche auch mit deutschsprachigen Büchern bestückt ist. Auch Sportbegeisterte kommen nicht zu kurz. Es gibt eine Vielzahl an Sportmöglichkeiten wie Radfahren, Tennis, Minigolf, Reiten.Wandern Sie auf den Spuren von Johann Wolfgang von Goethe oder besuchen Sie das nahegelegene Naturschutgebiet Soos, mit einem zahlreichen Vorkommen an Gasquellen – Mofetten genannt. 

Neueste Attraktion der Kurstadt ist das neue Erlebnisbad „Aqua Forum“, welches im Stil eines griechischrömischen Badetempels erbaut wurde und für Abwechslung und Entspannung sorgt. Drei Innen- und drei Außenbecken auf 1.500 m² Fläche, bieten rund 400 Gästen – jung und alt – eine breite Palette an Wasserattraktionen mit Whirlpool, Relaxbecken und römischen Becken, Saunamöglichkeiten, Massagen, Solarien und einem Fitnesscenter. Ein Restaurant und eine Snackbar nehmen sich gastronomisch dem Wohl der Gäste an.